Newsletter XR Freiburg - #stopAdani

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Liebe Rebell*innen, liebe Mitstreiter*innen, liebe Interessierte,


die Siemens AG hat sich trotz der allgemeinen klimatischen Lage, trotz der Buschfeuer in Australien und der anhaltenden Proteste dazu entschieden, die Signalanlage für die geplante Carmichael Kohlemine in Australien zu liefern. Somit hat die Adani Group realistische Chancen, das Projekt umzusetzen.
Das lassen wir nicht so stehen! Am Samstag, den 01.02.2020, werden wir gemeinsam mit „Fridays for Future“ und „Fossil Free“ unseren Unmut über die Entscheidung von Siemens ausdrücken. #stopAdani
Unternehmen sollen wissen, dass wir genau hinschauen und Umweltverbrechen nicht unkommentiert lassen.

Wir möchten euch ganz herzlich einladen, am Samstag mit uns zu protestieren und zu rebellieren. Wir starten mit einer Critical Mass in St. Georgen und transportieren dann verbrannte Bäume mit Fahrrädern in die Innenstadt vor die Siemens Zentrale. Dort bauen wir einen „verbrannten Wald“ auf. Das Ganze wird kreativ, eindrucksvoll und ist absolut legal. Kommt vorbei und helft uns, eine große kritische Masse vor der Siemens Zentrale zu werden.

Datum: 01.02.2020

Treffpunkt: 11 Uhr St. Georgen Ecke Ruhinger Weg / Heimenhauserweg (für die Critical Mass)
Treffpunkt: 12 Uhr Siemens Zentrale in der Schnewlinstraße 6
Level: 0 (kein ziviler Ungehorsam), d.h. jeder kann unbesorgt teilnehmen
Mitbringen: Fahrräder bzw. Lastenräder für die Critical Mass, schwarze Kleidung, verkohlte Gesichter

Bei Fragen zur Aktion, könnt Ihr Euch gerne unter der intro@xr-fr.de melden! Wir sehen uns nächsten Samstag!
Respect existence or expect resistance!!
Rebellische Grüße
Eure Ortsgruppe Freiburg


PS: Hintergrundinformationen


Wer ist Adani?
Die Adani Group ist ein multinationaler Konzern mit Hauptsitz in Ahmedabad in Indien. Der Vorsitzende Gautam Adani gründete das Unternehmen 1988. Auf seiner Webseite heißt es, dass sich der Konzern unter seiner visionären Führung zu Indiens größtem Logistik-, Energieversorgungs- und Landwirtschaftsunternehmen entwickelt habe. Zu den Geschäftsfeldern zählen u.a. Kohlebergbau und -handel, Öl- und Gasexploration, Stromerzeugung, Gasverteilung und Logistik. Adani ist außerdem im Besitz von großen, privaten Häfen und Flughäfen. Laut Wikipedia liegt der Jahresumsatz der Adani Group bei 5,3 Milliarden Euro.

Das von Adani geplante Steinkohle-Bergwerk Carmichael umfasst eine Fläche von 44.760 Hektar und soll aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bestehen, in denen bis zu 60 Millionen Tonnen Steinkohle pro Jahr gefördert werden können. Die Kohle, die hauptsächlich für die Energieerzeugung in Indien, China, Malaysia und Vietnam bestimmt ist, soll auf Schienen zum australischen Hafen Abbot Point gebracht und dann weiter nach Indien verschifft werden. Um die Kohle aber auf dem Seeweg transportieren zu können, muss zunächst ein Schiffskanal durch das Great Barrier Reef gebaggert werden. Ursprünglich plante Adani dafür den Aushub von 38 Million Kubikmeter des berühmten Korallenriffs. Die australische Regierung genehmigte nur drei Millionen.

Kritik und Widerstand
Gegen das Großprojekt gibt es in Australien schon seit Jahren erheblichen Widerstand. Die Stop Adani Alliancehatte ausgerechnet, dass die Kohle aus diesem Bergwerk jedes Jahr viermal so viel CO2-Emissionen verursachen würde wie Australien selbst. Greenpeacekritisierte, dass das Projekt vorhandene Quellen entwässern und umliegende Feuchtgebiete zerstören würde. Dürren, Wasserknappheit und Wetterextreme seien ohnehin schon intensiver geworden. Die Australian Marine Conservation Societybeklagte die Gefährdung von Millionen Korallen und Meerestieren am Great Barrier Reef.


Nach massivem Druck durch die australische Bevölkerung, Umweltverbände und Indigene Gruppen verweigerten die vier größten australischen Banken, einige internationale Banken und der australische Staat die Finanzierung des Projekts. Daraufhin reduzierte Adani das Projekt auf vorerst 27,5 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr statt der genehmigten 60

Millionen Tonnen.


Wie ist Siemens beteiligt?
Die Adani Group erteilte der Siemens AG den Auftrag zur Lieferung von Signaltechnik für die geplante Bahnstrecke. Auch dies stieß weltweit auf Kritik. In Deutschland fanden zahlreiche Protestaktionen vor Siemens-Filialen statt, in den die Demonstrierenden Siemens aufforderten, die Beteiligung an dem Bau des Bergwerks einzustellen. Im Januar diesen Jahres jedoch verkündete Siemens-Chef Joe Kaeser, seine vertraglichen Pflichten mit der Adani Group einhalten zu wollen.


Quellen:
Deutsche Welle, 13.06.2019, Bundesamt für Wirtschaft und Energie, http://www.adani.com, http://www.spiegel.de, http://www.heizung.de, http://www.stopadanialliance.com, http://www.wikipedia.de, http://www.klimareporter.de, http://www.autralien-info.de